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Montag, 20. Februar 2017

Mit 18 gewann ich die erste WM (Interview mit Denise Biellmann)

Ich hatte das Privileg eine der bekanntesten Eiskunstläuferin zu treffen und ihr einige Fragen zu stellen.

Beschreibe das Eiskunstlaufen in drei Worten


Es ist schwierig dies in drei Worten zu beschreiben. Aber sicherlich Kunst, Sport und Leidenschaft.

Wann standst du das erste Mal auf den Schlittschuhen?


Richtige Schlittschuhe bekam ich mit fünf Jahren. Meine Mutter nahm mich immer mit auf das Eis, da sie selbst etwas üben wollte. Sie ist sehr gerne Schlittschuh gefahren. Ich tat es ihr nach und übte selbst in einer Ecke. Die Leidenschaft für das Eiskunstlaufen war sofort da gewesen.


Was ist vor einem schwierigen Sprung besonders wichtig?

Die Konzentration und der Respekt davor. Ohne  Konzentration ist die Verletzungsgefahr sehr hoch. Vor allem bei den Dreifach-Sprüngen.


Hast du dich beim Eiskunstlaufen schon mal schwer verletzt?

Nein, nie. Ich hatte in meiner Karriere Glück gehabt. Klar, ich bin manche Male auf das Steissbein gefallen. Oder hatte blaue Flecken. So in diese Art. Aber sonst, wirklich nichts gravierendes. Aufgrund des Eiskunstlaufens musste ich noch nie etwas operieren.


Wurden die Ansprüche in der Eiskunstlauf-Branche höher?

Nun, damals war ich meiner Zeit voraus gewesen. Ich konnte alle fünf Dreifach-Sprünge mit 13 Jahre. Und dies ist auch heute noch der Stand. Die, die an der WM antreten, machen noch immer fünf verschiedene Dreifach-Sprünge. Damals war ich die erste Frau, welche diese fünf Dreifach-Sprünge beherrschte. Ausser mir gab es nur drei weitere Männer, welche die fünf Dreifach-Sprünge ebenfalls konnten. Jetzt beherrschen die Sprünge mehr Leute.

Was ist deine schönste Erinnerung an deine Karriere?


Sicherlich mein erster WM-Titel. Schon mit sieben Jahren war es mein Traum gewesen, einmal an der WM zu gewinnen. Als ich meinen Traum mit 18, also elf Jahre später erreichte, war dies ein hammer Gefühl. Ein Jahr vorher gewann ich an der Olympiade die Kür.
Weitere Erinnerungen sind ebenfalls die elffachen Siege bei den Profi-Weltmeisterschaften. Das war jedes Mal toll gewesen.

Was heisst für dich „erfolgreich?“


Nun, wenn ich zurück schaue, dann ist dies, was ich erreicht habe für mich wirklich erfolgreich, hihi. Ich habe eigentlich alles erreicht. Ich wurde sogar als erste Schweizerin in die „World Figure Skating Hall of Fame“ aufgenommen. Und dies ist mit einem Ritterschlag zu vergleichen. Denn man wird dort nicht aufgenommen, wenn man Weltmeisterin geworden ist, sondern wenn man Geschichte geschrieben hat. Ich war die erste Frau, welche einen Dreifach Lutz geschafft hat, alle fünf Dreifach-Sprünge beherrscht und eine eigene Pirouette, die Biellmann Pirouette hat.

Wenn du dein jüngeres Selbst treffest, welchen Ratschlag würdest du ihr mitgeben?


Ähmm, schwierig. Wenn man älter wird, nimmt man Dinge viel bewusster wahr und geniesst es mehr. Wenn man jünger ist, ist dies nicht selbstverständlich. Sicher man findet es toll und ist glücklich und all das, doch wenn man älter ist, schätzt man es noch mehr.


Hast du in deiner Jugend aufgrund des Eiskunstlaufens vieles verpasst?

Nun, ich habe eigentlich auch alles gemacht. Allerdings war es eingeschränkter, da ich jeden Tag vier Stunden trainierte. Ich ging auch in die Disco und besass ein Motorrad. Es ist wichtig, dass man nicht auf alles verzichtet, da es sonst irgendwann nur noch verkrampft wird. Die Freude ist ganz wichtig am Sport. Wenn du auch andere Dinge machen kannst, dann bleibt die Freude am Sport. Viele machen es oft einfach zu verbissen. Wenn ich am Abend mal feiern war, dann ging ich am nächsten Tag trotzdem trainieren und war dann noch motivierter. Wenn man allerdings älter wird, klappt dies nicht mehr so ganz, hihi. Da braucht man dann schon seinen bestimmten Schlaf. Aber früher war dies anders.

Wie sah es mit den schulischen Leistungen aus?


Nun, ich war gut in der Schule. Durch das Eiskunstlaufen wurde ich keineswegs schlechter. In den letzten drei Jahren hatte ich Privatunterricht, damit ich zuerst trainieren und danach zur Schule konnte.

Wie sieht dein normaler Tagesablauf aus?


Im Winter trainiere ich am Morgen oder über den Mittag für mich selbst. Danach habe ich eine halbe Stunde Pause, bevor meine Schüler kommen. So unterrichte ich etwa von 14 bis 18 Uhr. Zweimal in der Woche unterrichte ich auch das Konditionstraining. Meine Läufer sind alle Spitzensportler und besuchen Sportschulen. Wenn ich selbst beim Konditionstraining mitmache, dann ist dies motivierend für meine Schüler und auch gut, damit auch ich trainieren kann. Nebenbei mach ich für mich auch noch Zumba und Tae Bo. Oft habe ich auch noch viele andere Projekte, wie Auftritte im Fernsehen.
Im Sommer verläuft der Tagesablauf eigentlich ähnlich. Da haben meine Schüler und ich einfach die Hallen zum Trainieren.

Gibt es noch Ziele, welche du erreichen möchtest?


Mein Schwerpunkt ist es auf dem Eis zu bleiben. Vor allem durch Coaching. Ich möchte meine Schüler an die Spitze bringen. Meine Läufer sind alles schon Schweizer Meister Läufer. Und dies kann man nur ab einem gewissen Alter und ab gewissen Test, welche man absolviert hat. Erst dann kann man an den Schweizer Meisterschaften teilnehmen.


Ich habe gesehen, dass du auch Instagram hast. Was hältst du denn von sozialen Netzwerken?

Nun, ich habe immer noch kein Facebook. Aber Instagram fand ich wirklich noch lustig. Durch meine Schüler kam ich auf Instagram. Sie haben mir dies eingerichtet. Ich habe sogar auch Snapchat. Dies finde ich wirklich lustig. Für ein paar Fotos und so. Ich habe halt gefunden, dass ich vielleicht auch mit der Zeit mitgehen sollte. Und es macht eigentlich noch Spass.




Freitag, 9. Dezember 2016

10 Fragen, verschiedene Antworten II (Interview mit Emily)

Es ist schon der neunte Dezember. Nicht mehr lang und es ist Weihnachten. Davor möchte ich dir noch ein kleines Interview führen. Die liebe Emily hat mir in diesem Interview Frage und Antwort gestanden.




Wie beschreibst du die Weihnachtszeit in drei Worten?
Gemütlich, familiär, schön.

 Wie sehr verändert die Weihnachtszeit deinen Alltag?
So viel verändert sich in meinem Alltag eigentlich nicht. Vielleicht, dass ich mehr für meinen Blog arbeite, da ich in der Weihnachtszeit versuche, Blogmas zu machen.

Was bedeutet die Weihnachtszeit deiner Meinung für einen Blogger?
Zeit der schönen Bilder! Ich finde im Winter/ zu Weihnachten kann man einfach wunderschöne Landschaftsbilder schießen.

Welches Ritual ist in der Weihnachtszeit besonders wichtig für dich?
In der Weihnachtszeit muss ich mindestens einmal auf dem Weihnachtsmarkt gewesen sein. Außerdem, dass ich an einem Adventssonntag meine Großeltern besuchen gehe und mich tierisch auf den Weihnachtsabend freue.

Welches ist das beste Geschenk, das du jemals bekommen hast?
Ich habe mich eigentlich bis jetzt über alles sehr gefreut. Am meisten denke ich aber über mein geliebtes Handy.

Was wünschst du dir auf diese Weihnachten?
Ich wünsche mir eine professionelle Kamera, sonst bin ich somit wunschlos glücklich. ;)

Ist die Weihnachtszeit bei dir gemütlich oder stressig?
Einerseits gemütlich, aber auch stressig, da wir vor Weihnachten immer Unmengen an Arbeiten schreiben und ich dafür leider ein paar meiner Nachmittage opfern muss. Der Weihnachtstag ist dann bei uns immer zweigeteilt: Erst feiern wir meinen Geburtstag (weil ich ein Christkind bin J), aber dem Nachmittag wird’s besinnlich und weihnachtlich.

 Was steht noch alles auf deinem Adventsplan?
Ich muss noch unbedingt den Weihnachtsmarkt besuchen, Geschenke kaufen, außerdem möchte ich noch einige Blogposts zum Thema Weihnachten veröffentlichen und noch Plätzchen backen. ;)

Ist dir während der Weihnachtszeit mal etwas lustiges oder spannendes passiert?
Nicht wirklich etwas Spannendes. Vielleicht, dass meine Cousinen, meine kleinere Schwester und ich unser alljährliches „Kotzmutter“ Theaterstückt spielen, in dem ich eine gemeine Mutter spiele, die ihre Kinder unfair und gemein behandelt  - so richtig passend zum „Fest der Liebe“ J

Wie sieht die perfekte Weihnacht für dich aus?

Ich feiere gemeinsam mit der ganzen Familie und wir verbringen einen schönen, gemütlichen Abend zusammen.



Wie stehst du zu all diesen Fragen? Freue mich über deine Antwort


Hier kommst du zu Emily's Blog

Donnerstag, 1. Dezember 2016

10 Fragen, verschiedene Antworten (Interview mit Marié) #cleoschristmas

Heute ist es soweit. Der erste Dezember und damit der Startschuss ab nun, jeden zweiten Tag zu posten. Damit es nicht langweilig wird, habe ich mir Unterstützung von verschiedenen Bloggerinnen geholt. Ich habe ihnen alle die gleichen zehn Fragen gestellt, worauf alle anders geantwortet haben. 
Heute, möchte ich dir die Antworten von Marié vorstellen. 




Wie beschreibst du die Weihnachtszeit in drei Worten?

 Höchstwahrscheinlich Familie, Kalorien und Stress. Es ist fast die einzige Zeit im Jahr, wo wirklich die ganze Familie sich mal wieder sieht. So oft ist das nämlich gar nicht der Fall. Kalorien, ist klar. Gehört aber auch dazu und macht Weihnachten um einiges schöner! Stress, weil ich immer das Gefühl habe irgendjemanden zu vergessen….

Wie sehr verändert die Weihnachtszeit deinen Alltag?

Eigentlich nicht sehr…ich habe, wie immer, einiges zu tun. Eigentlich wie jeder andere Tag. Außer das ganze Essen. Und den Glühwein natürlich. Sonst wie immer:)


Was bedeutet die Weihnachtszeit deiner Meinung für einen Blogger?

Eindeutig Arbeit. Leser sind vor allem in der Weihnachtszeit auf der Suche nach guten Tipps und Inspirationen. Manchmal gar nicht so einfach, dem Ganzen gerecht zu werden.

Welches Ritual ist in der Weihnachtszeit besonders wichtig für dich?

Familie. Familie und noch mehr Familie. Wie gesagt, es ist so die einzige richtige Zeit, wo sich alle mal wieder sehen. Sonst so? Abschalten und mal Pause machen. Der ganze Stress von der Weihnachtsvorzeit muss weg. Also, alles ien bisschen ruhiger angehen…was bei mir manchmal gar nicht so einfach ist:)

Welches ist das beste Geschenk, dass du jemals bekommen hast?

Ohje…ich bin eher der Meinung, dass Geschenke zu Weihnachten nur Nebensache sind. Als ich jünger war, habe ich mich aber am meisten über Polly Pocket gefreut. Da war ich richtiger Fan von:)

Was wünscht du dir auf diese Weihnachten?

So einen richtigen Wunsch habe ich gar nicht. Ich wünsche einfach, dass es allen gut geht und das Jahr 2017 besser wird, als dieses Jahr. Sonst habe ich mir eigentlich nur einen Pullover gewünscht.

 Ist die Weihnachtszeit bei dir gemütlich oder stressig?

Wie gesagt, stressig. Da ich und meine Mum der Woche über eh alleine sind, sind wir beide eigentlich am arbeiten und ich habe einiges in der Schule zu tun. Am Wochenende ist es dann schon meistens gemütlich, da da dann endlich mein Papa zu Hause ist.:) Aber sonst würde ich die Weihnachtszeit eher als stressig beschreiben.


 Was steht noch alles auf deinem Adventsplan? 

Geschenke für die Familie besorgen und noch unsere Klassenweihnachtsfeier organisieren. Das muss auch noch gemacht werden.

Ist dir während der Weihnachtszeit mal etwas lustiges oder spannendes passiert?

So direkt fällt mir nichts ein.

Wie sieht die perfekte Weihnacht für dich aus?

Ein ruhiges und gemütliches Beieinander sein. Gutes Essen und gute Geschichten. Einfach glücklich sein und die Weihnachtszeit genießen, mehr braucht man gar nicht.

Stimmt, mehr braucht es wirklich nicht, hihi. Ich möchte Marié ganz herzlich danken, dass sie dieses kleine Projekt unterstützt und super Antworten geliefert hat. -> Hier <- kommst du zu ihrem Blog.

Wie sieht die perfekte Weihnacht denn für dich aus? 
Bei welchen Antworten kannst du Marié nur zustimmen, bei welchen nicht?


Montag, 13. Juni 2016

Wir haben wirklich Qualität im Spielaufbau - Interview mit Riana Fischer

Passend zur EM habe ich eine Fussballspielerin des FC Zürich getroffen und ihr einige Fragen gestellt.
Viel Spass beim Lesen


1. Wie würdest du Fussball in 3 Adjektiven beschreiben?
Hmm, drei Adjektive. Ähmm, teamorientiert, hart und... schwierige Frage. Flexibel, teamfähig...? Der Spass ist auf jeden Fall wichtig.

2. Was sind deiner Meinung nach Sonnen- und Schattenseiten beim Fussball?
Für Personen, welche gerne im Team spielen ist Fussball natürlich ein Hit. Bei internationalen Spielen ist das Kennenlernen anderer Länder besonders cool.
Ich kann gar nicht sagen, welches das schönste Land gewesen ist, da ich schon an so vielen Orten war. Richtig cool war es mal mit der Nationalmannschaft in Spanien gewesen. Dort hat es mir richtig gut gefallen, da wir immer zu zweit ein kleines Haus gehabt hatten.
Manchmal besuchen wir auch Länder, wohin ich niemals freiwillig reisen würde, welche sich jedoch plötzlich als recht interessant erweisen. Natürlich siehst du nicht alles. Doch du kannst immerhin sagen, dass du schon einmal in diesem Land warst.
Schattenseiten... Nun, Fussball ist auch sehr intensiv, zudem ich auch noch 100% arbeite. Auch die vier, fünf Mal Training in der Woche nehmen viel Freizeit in Anspruch. In meinen Augen ist dies jedoch der einzige negative Punkt.

3. Wie stehst du dazu, dass Frauenfussball noch nicht wirklich anerkannt ist?
Ich finde es extrem schade, doch ich habe das Gefühl, dass es mit der Zeit kommt. Wenn man einige Jahre zurückblickt, dann kann man wirklich feststellen, dass sich Frauenfussball enorm entwickelt hat.

4. Inwiefern hat sich deine Meinung verändert, seit du früher noch dachtest, dass Mädchen/Frauen nicht Fussball spielen können?
Als ich mit etwa 12 Jahren zu den Mädchen gewechselt habe, war ich nach dem Probetraining positiv überrascht gewesen. Auch wenn das Spielen mit Mädchen etwas völlig anderes war, hatte es mir unglaublich viel Spass gemacht.
Bei den Jungs entstand nie eine Bindung, wie bei den Mädchen. Abgesehen von der Einzel Kabine war auch auf dem Platz vieles anders gewesen. Mit den Mädchen hatte ich es unglaublich lustig, auch wenn ich mit ihnen die Kabine teilte.
Dass es bei den Mädchen etwas langsamer war, merkte ich am Anfang sehr stark. Unterdessen finde ich jedoch, dass wir auf einem sehr guten Level spielen. Frauenfussball ist sich wirklich am Verbessern. Und dies ist das Positive. Es kommt immer mehr, was meiner Meinung nach auch so sein sollte.

5. Denkst du, es wird jemals gleich sein zwischen Männer- und Frauenfussball?
Hmm, das denke ich eher weniger. Männerfussball wir immer einen höheren Stellwerk haben. Männer spielen in der Spielweise halt einfach ein Stück schneller. Bei der Härte, den Zweikämpfen kam man jedoch sagen, dass wir Frauen genauso dazwischen gehen wie Männer.

6. Sind die Klischees gegenüber Frauenfussball als Kritik zu verstehen?
Mit diesen Klischees müssen wir eigentlich leben. So schenke ich ihnen auch nicht grosse Beachtung. Schliesslich weiss ich ja aus eigener Erfahrung, wie Frauenfussball wirklich ist.  


7. Wird es nicht eng zwischen Arbeit und Fussball?
Wie schon gesagt, ist es sehr intensiv. Nach der Arbeit gehe ich direkt ins Training. Zuhause bin ich dann etwa gegen neun Uhr abends. Mein einzig freier Tag ist eigentlich nur der Sonntag, da der Samstag wegen den Fussballspielen oft sehr verplant ist.

8. Bist du zufrieden mit deiner Mannschaft?
Ja, einwandfrei, wir verstehen uns sehr gut. Wir sind auch ein sehr junges Team. Dafür, dass die Mannschaft jedes Jahr wieder wechselt, da uns viele verlassen oder neue hinzukommen, schlagen wir uns sehr gut. Es klappt auch gut, wenn jemand Neues dazu kommt, welche zuerst unsere Spielphilosophie neu kennenlernen uns sich sozusagen "reinarbeiten" muss. Mir gefällt es hier sehr gut. Untereinander haben wir's auch mega gut. Dies ist meiner Meinung nach sehr wichtig, damit wir auch auf dem Feld eine gute Leistung bringen können.

9. Ist es denn nicht auch enttäuschend, wenn du eine gute Kollegin gewonnen hast und diese in eine andere Mannschaft wechselt?
Ja, es sind immer traurige Momente. Doch wenn man gut befreundet war, dann sieht man sich immer wieder einmal in der Freizeit, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Es kam auch schon einige Male vor, dass wir uns wieder auf dem Feld trafen und plötzlich gegeneinander spielten. Das ist manchmal ziemlich witzig.

10. Was sind denn die Stärken deiner Mannschaft?
Ähmm. Wir sind eine Mannschaft, welche sehr gute Qualität im Spiel hat. Meiner Meinung nach haben wir wirklich Qualität im Spielaufbau, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass wir in jeder Reihe sehr gute Spielerinnen haben. Da hält wirklich alles zusammen und dies gibt uns auch das nötige Selbstvertrauen.

11. Zum Thema EM. Bist du da für die Schweiz?
Ja, auf jeden Fall. Ich drücke ihnen wirklich die Daumen. Ich hoffe wirklich, dass sie ins Achtelfinale kommen.

12. Dein Vater ist Trainer bei den Männern des FC Basel. Wie ist es, wenn dein Vater Trainer einer verfeindeten Mannschaft von Zürich ist?
Früher dachte ich: "Oh nein, Basel, die mag ich gar nicht." Seit mein Vater dort Trainer ist, hat sich meine Sicht auf den FC Basel positiv verändert. Da habe ich auch bemerkt, dass sie alles andere als abgehoben sind.
Nun, die Feindlichkeit zwischen Basel und Zürich wird immer bleiben, aber es ist nichts Grosses mehr für mich.



Vielen Dank für das Interview, Riana und herzlich Willkommen auf meinem Blog.
Wie steht ihr denn zum Frauenfussball?
Bis bald
Cleo

 



Montag, 28. März 2016

Träume gross, fange beim Kleinen an. Interview mit Naeman

Strassenmusik! Eine Art von Musizieren, welche noch nicht wirklich anerkannt ist. Da ich jedoch schon ein Interview mit einem Musiker führen durfte, wollte ich wissen, wie gross die Unterschiede zur Strassenmusik sind. Aus diesem Grund habe ich einen Strassenmusiker treffen dürfen und ihm einige Fragen stellen können.



1. Wie würdest du dich mit drei Adjektiven beschreiben?

Hmm, ich würde sagen: kämpferisch, fair und leidenschaftlich.

2. Was verbindet dich mit der Musik?

Wenn ich singe und musiziere, dann ist dies wie eine andere Welt. Ich bin einfach fröhlich im Herz, wenn ich in meiner Welt sein kann.

3. Wie würdest du denn die Musik in eigene Worte beschreiben?
Also, Musik ist etwas…hm gute Frage. Ich würde sagen… Musik ist etwas, wo du deinen Emotionen freien Lauf lassen kannst. Je nachdem, wie man sich fühlt.  Jeder Mensch hat auch verschiedene Gefühlslagen. Mal fühlt man sich scheisse, mal gut. Ich finde, dass die Musik etwas sehr cooles ist, wo man sich auch einfach gehen lassen kann. Die Musik kann dich aufheitern, sie kann dein Tag verbessern. Ich glaube Musik ist für die meisten Menschen doch noch recht wichtig.

4. Du machst ja Strassenmusik. In der Schweiz ist dies jedoch noch nicht wirklich anerkannt. Wie findest du dies? 
Du ich sage umso besser, dann gibt es niemand anderes, der dies macht. Haha, nein Scherz. Ich meine es stimmt schon. Die Schweiz ist eher eine Welt, wo man sich auf das Studium und die Schule fokussiert. Doch ich wollte einfach mal etwas Neues ausprobieren. Ich habe es einfach mal gemacht. Ich wusste, dass „man“ dies in der Schweiz nicht macht… Aber genau dieses „man“ musste ich aus meinem Vokabular wegstreichen. Jo..

5.  Würdest du dies gerne noch ändern? Also, dass du mit der Strassenmusik bekannt wirst und der Schweiz sozusagen zeigen kannst: "Aha, Strassenmusik ist doch etwas, was man anerkennen kann."

Ja…. Ich finde die Schweiz ist wirklich ein sehr gutes Land. Von der Sicherheit und eigentlich auch von der Wirtschaft. Aber im Bereich von den Träumen leben und Sachen, die „man“ nicht macht, setzen wir uns noch viel zu viele Grenzen. Ich finde, dass man in der Schweiz seinen Träumen noch viel zu selten die Chance gibt, es mal zu probieren. Um den Traum etwas leben zu lassen. Aber dies kommt nicht von heute auf morgen. Man muss es sich erarbeiten… So fängst du zum Beispiel  auch mal bei Level 1 an, um dann endlich mal auf Level 10 zu kommen. 

6. Gibt es deiner Meinung nach auch negative Seiten an der Strassenmusik?

Ähm.. Auf jeden Fall. Nebst den vielen positiven sind die negativen zum Beispiel die Abhängigkeit des Wetters. Denn, wenn es mal schlechtes Wetter ist, dann musst du einfach spontan sein. So versuchst du es einfach an einem anderen, besseren Ort. Oder es kann auch gut sein, dass die Polizei kommt und meint, heute sei ein spezieller Tag, man dürfe nicht spielen und du wirst weggeschickt. Aber dies ist ein seltener Fall. Eigentlich ist nur das Wetter sehr mühsam.

7. Du singst eigentlich nur Covers. Hast du dir auch schon überlegt eigene Songs zu schreiben?
Gute Frage. Dies habe ich mir eigentlich schon sehr, sehr lange überlegt. Eigentlich schon seit ich begonnen habe, also vor fast schon drei Jahren. Jedoch habe ich mich bewusst dagegen entschieden, da ich zuerst einmal noch etwas dafür machen wollte, damit es mehr Leute gibt, welche mich kennen. Welche die Songs später vielleicht auch kaufen würden. Damit sich sozusagen die Arbeit dahinter lohnen würde. Was ich jedoch seit einigen Tagen sagen darf, also hattest du Glück, hihi, ist, dass ich in diesem Jahr auf eigene Musik arbeite. Meine erste eigene Musik. Wobei dieses Jahr auch schon etwas herauskommen wird. Wann und was bleibt noch ein Geheimnis. 

8. Du warst auch bei den grössten Schweizer Talente dabei gewesen. Welche Erfahrungen konntest du dort sammeln?


Es ist immer gut, wenn man Erfahrungen sammelt. Besonders auch bei Castingshows. Ich habe es gut gefunden, dass ich dort auch nach dem Casting gelernt habe: Hey es geht nicht nur um den kurzen Hype, um den kurzen Titel. Die richtige Reise beginnt erst nachher. Dies habe ich während des Castings bemerkt. Das Wichtigste ist den Schwung mitzunehmen. Man muss immer am Ball bleiben. Wie beim Fussball. Man muss einfach immer etwas machen. Man kann nicht einfach im Zimmer sitzen und denken, nach einer Castingshow sei man bekannt. Das habe ich gelernt. Wichtig ist, dass man sich bewusst ist, dass es nach einer Castingshow keineswegs vorbei ist, sondern, dass man erst Recht weiter macht sollte.

9.  Was hälst du von Castingshows? Schliesslich kann man ja von 0 auf 100 bekannt werden.

Meiner Meinung nach hat eine Castingshow Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist, wie du gesagt hast, dass man schnell bekannt wird. Ein Nachteil ist jedoch, was ich im Nachhinein bemerkt habe, dass du, wenn du zu den Besten gehörst, plötzlich Erfolg hast. Es gänge dann alles recht schnell. Und ich denke, dass deine Fans eigentlich wie ein Teil einer Geschichte sein wollen. Dies macht auch die Loyalität der Fans aus. Bei Justin Bieber zum Beispiel. Er hat treue Fans, da diese nicht von heute auf morgen gesehen haben, dass er neue Songs hat. Sondern er ist auch langsam gewachsen. Seine Fans konnten wirklich miterleben, wie er seine ersten Songs veröffentlichte. Die Fans konnten in seiner Geschichte sein, da sie wirklich auch erlebt haben, wie er auf immer grössere Bühnen ging. Bei einer Castingshow bist du einfach schnell auf einer grossen Bühne. Schnell machst du deine eigene Musik, schnell bist du im Radio. Dies ist wahrscheinlich ein Nachteil, welcher dir klar sein muss. 

10. Würdest du gerne erneut an einer Castingshow teilnehmen?

Seit den grössten Schweizer Talenten habe ich mir dies nicht mehr überlegt. Ich habe mich schon vor dieser Zeit oft angemeldet. Man merkt einfach, dass es wie in einem Casino ist. Da kann gerade so gut jemand hinter dir gewinnen, obwohl vielleicht der links von dir viel talentierter wäre. Es ist wirklich eine Castingshow und es geht nicht nur um das Talent. Die Unterhaltung ist halt doch noch wichtig. Hast du etwas Bewegendes? Kannst du vor der Kamera sprechen? Man kann nur schon interessanter sein, wenn der Hamster gestorben ist. Joah… 

11. Was möchtest du in Zukunft noch erreichen?

Ich will das Cleo mich jedes Jahr interviewt, haha…
Okey, nun ich würde wie gesagt mega gerne mal eigene Musik herausbringen. Ich spüre, dass der Zeitpunkt langsam hier ist. Dieses Jahr auf jeden Fall. Ich würde gerne von der Strasse auf eine grössere Bühne landen. Nicht komplett, aber so als kleiner Schritt. Oder wenn ich mal im Radio spielen dürfte. Dies wäre wirklich mega cool. Man kann nicht mehr als daran glauben und Gas zu geben.
In den nächsten vier Wochen wird sicher auch ein neues Cover erscheinen. Die letzten Covers waren professioneller. Also ich habe mir wirklich sehr viele Mühe gegeben. Im Fokus steht momentan auch die Tournee. Ich werde viel unterwegs sein. Barcelona, Amsterdam. Bei der Tournee muss man wirklich auch vieles planen. Reise, Hotel, ect. 

12. Du hast unterdessen auch schon deine Fan-Gemeinschaften. Wie findest du es, Fans zu haben?
Sie sind mein Ein und Alles. Sie sind das Wichtigste. Und ohne sie wäre es wie, wenn ich einen Donat ohne Füllung essen würde, haha. Es ist halt einfach so, dass du besonders in dieser Branche auf Leute, welche dir Motivation geben, angewiesen bist. Ich liebe meine Fans und sie wissen, dass ich halt einfach „Ich selbst“ bin und etwas mache, was ich liebe, egal was „man“ sagt.
Das Wichtigste ich einfach: Egal, was du machst. Egal, wann du es machst. Egal, wo du es machst. Es gibt immer Leute, denen es nicht gefallen wird. Ich mache einfach mein Ding. Es gibt sicher viele Leute, welche dies cool finden und das schätze ich wirklich sehr. Ich bin wirklich sehr dankbar. Ich bin nicht perfekt. Und dies versuche ich auch nicht vorzuspielen. 

13. Hiermit wären wir ans Ende des Interviews angekommen. Gibt es noch irgendwas, was du gerne noch loswerden möchtest?


Ja und zwar… Du interviewst ziemlich gut, haha… Echt, du machst es ziemlich gut. Ist echt cool… Und meine Botschaft ist halt wirklich: Träume gross, fange beim Kleinen an und mache das, was dir leidenschaftlich am meisten Freude zubereitet.  


Hier kommt ihr zu seinem neusten YouTube Video

Strassenmusik. Was haltet ihr davon? Schreibt es mir doch in die Kommentare. Ich hoffe zudem, dass euch das Interview gefallen hat.
Bis bald
Cleo