Samstag, 4. Juni 2016

Storytime #cleobloggt

Schule. Mehr als ein Fünftel unseres Lebens verbringen wir in der Schule. Da ist es ja kein Wunder, wie viele Erfahrungen und Erlebnisse man sammelt.
Meine ersten sechs Schuljahre waren ziemlich... nun wie soll ich's sagen. Ziemlich.. abwechslungsreich. Da ich nicht das Gefühl habe, dass alle ihre ersten sechs Schuljahre so wie ich erlebt haben, würde ich euch gerne davon berichten.


1. Klasse

Mit etwa sechs Jahren kam ich endlich in die Schule. Na ja, so dachte ich damals zumindest. Das sich die Schule im Laufe der Zeit als ziemlich anstrengend entwickelte, wusste ich ja noch nicht.
Ich kam in eine Klasse mit etwa 20 Schüler/innen. Die beiden Klassenlehrerinnen waren sehr sympathisch. Es gab auch Nachmittage, an denen nur die Mädchen in die Schule mussten. An diesen Nachmittagen haben wir uns verkleidet, während die Jungs an ihren Nachmittagen Zaubertricks gelernt haben. Es war einfach eine tolle Zeit
Dies änderte sich jedoch. Ende erste Klasse teilten uns die beiden Klassenlehrerinnen mit, dass sie unsere Klasse verlassen würden. Ein ziemlicher Schock.

2. Klasse

In der zweite Klasse übernahm eine neue Lehrerin unsere Klasse. Sie kam neu an unsere Schule. Sie war strenger als die vorherigen Lehrerinnen. Hinzu kam, dass einige Mitschüler unsere Klasse verliessen. Der Grund war oft das Umziehen. So waren wir nur noch 16 Schüler/innen. Auch bildeten sich langsam Grüppchen in der Klasse, welche es nicht immer gut miteinander hatten.

3. Klasse

In der dritten Klasse kam noch eine zweite Klassenlehrerin dazu, da die andere es nicht alleine schaffte. Meine Klasse war nicht mehr die Einfachste. Ein Schüler musste sogar die Schule verlassen, da die Lehrerin ihn nicht mehr im Griff hatte.
Obwohl sie sich noch eine Kollegin hinzu holte, bekam sie im Frühling ein Burnout. Darauf hin verliess sie unsere Klasse, was dazu führte, dass wir andauernd andere Lehrer hatten, da die zweite Klassenlehrerin nicht die ganze Verantwortung übernehmen wollte.
Nachdem noch zwei weitere Schüler in meine Klasse gekommen sind, waren wir nun 17 Schüler gewesen.


4. Klasse

Neues Schulhaus, neues Glück. Dies war es zumindest, was sich einige Eltern wünschten. Keine Lehrerwechsel mehr. Drei Jahre nun einfach die gleiche Lehrperson.
Wir hatten zwei Lehrerinnen. Die eine gab schon seit über 25 Jahre Schule.
Während den letzten drei Jahren hat sich meine Klasse jedoch um einiges entwickelt. Wir waren lauter und frecher geworden. Während ich oft Streit mit zwei weiteren Mädchen hatte, machten sich die Jungs einen grossen Spass daraus mit Papierkügelchen andere zu beschissen oder einfach laut zu sein. Ehrlich gesagt, fand ich es ziemlich amüsant, welch Szenen sich die Jungs manchmal alles so einfallen liessen.
Im Frühling hatten wir dann Projektwoche. Eine Woche lang sind wir jeden Tag zu einer Lagerhütte im Wald gegangen und haben dort den Tag verbracht. Mag sein, dass es ein Spass für mich und meine Klasse war, doch die Lehrerinnen sahen es etwas anders.
Nach dieser Woche kam die Schulleiterin und teilte uns mit, dass unsere Klassenlehrerin, welche schon seit über 25 Jahren Schule gab nun ebenfalls ein Burnout habe. Ausserdem höre die zweite Klassenlehrerin auch nach diesem Jahr auf, dass sie sich auf ihre Familie konzentrieren wolle. (Dass sie ein Jahr später eine andere Klasse an einer anderen Schule weiter weg übernommen hatte, füge ich jetzt schon mal hinzu.)
So hatten wir im letzten Viertel vor den Sommerferien vier verschiedene Lehrpersonen und ein Schüler verliess unsere Klasse.


5. Klasse

Wieder kamen zwei neue Lehrerinnen hinzu. Diese hinderten meine Klasse jedoch nicht daran Kastanien auf Bauarbeiter oder andere Häuser zu werfen. Oder beim Üben für die Velo-Prüfung den Polizist zum Rasten zu bringen. Okey, haha Schlösser verstecken und Bremsen sabotieren ist vielleicht nicht gerade das Beste, aber witzig fand ich das Ausrasten des Polizisten schon, hihi. Es gab so viele Situationen, wo die Lehrerinnen beinahe verzweifelten. Definitiv unsere Klasse konnte man nicht im Griff haben. Aus diesem Grund entschied die Schulleiterin auch, dass unsere Klasse in kein Klassenlager gehen konnte.
Auch bei den anderen Lehrer/innen wurde unsere, ach so schreckliche Klasse erwähnt. Die Lehrerin, welche in der 4. Klasse ein Burnout bekommen hatte, übernahm eine Klasse, welche ein Jahr jünger als wir war und lästerte immer über meine.
Auch Mobbing war in unserer Klasse ein Thema. Aus diesem Grund verliess ein Mitschüler auch die Klasse. Ein anderer Mitschüler verliess die Klasse, da die Eltern der Meinung waren, dass die Klasse schlechten Einfluss auf ihn habe. (Kurzer Impuls: Dieser Mitschüler war einer der lautesten.)
Ende 5. Klasse verliess uns wieder eine der Lehrerinnen, mit der Ausrede, der Weg zu uns sei ihr zu weit und anstrengend.


6. Klasse

Mit 14 Schüler/innen und wieder einer neuen Lehrerin startete meine Klasse ins neue Schuljahr. Der Klassengeist wurde immer grosser. Die Regeln jedoch auch immer mehr. Bestrafungen wie eine Woche in einer anderen Schule oder das Nachsitzen am Mittwoch wurde immer häufiger angewendet.
Auch wenn wir nur noch 14 Schüler/innen waren.
Die Mädchen schweissten sich jedoch immer mehr zusammen. Wo Streite trennten, kamen langsam neue Freundschaften.
Im Mai wurde uns auch erlaubt zwei Tage nach Basel zu fahren, wo wir unter anderem eine exklusive Führung im Fussball Stadion bekamen.

So hatte auch meine Klasse ein Happy End.

Wie waren den eure ersten sechs Schuljahre?
bis bald
Cleo




Kommentare:

  1. Das ist ja ein ziemliches Durcheinander. Meine ersten 6 Schuljahre waren dagegen recht unkompliziert. Auf der Grundschule hatten wir die 4 Jahre immer den gleichen Lehrer, den ich wirklich gerne mochte. Er war schon etwas älter und ging nach unserem Schulwechsel auf die weiterfürhrenden Schulen auch in Rente. Generell war er aber immer gut drauf, und ich erinnere mich an tollen Unterricht. Die Klasse verlassen haben bei uns eigentlich nur 2 Schüler - einer musste die erste Klasse wiederholen, ein anderer ist weggezogen. Eine Freundin lebte für ca. 2 Jahre bei ihrer Mutter und kam dann später wieder, eine andere kam in der 3. Klasse zu uns. In der 4. hatten wir dann zum Abschluss noch eine tolle Klassenfahrt nach Sylt und ein sehr schönes Grillfest als Abschiedsfeier. Ich habe diese Schule einfach nur geliebt. In der Klasse war auch alles harmonisch. Klar, Mädchen und Jungs fanden sich doof, aber wenigstens kein Mobbing. Die 5. und 6. Klasse war ich dann auf dem Gymnasium und hatte eine recht zickige Klassenlehrerin, die ich nicht wirklich mochte. Auch in der Zeit waren wieder wieder auf Klassenfahrt, dieses Mal im Harz. Die neue Schule war in den ersten Jahren auf jeden Fall noch interessant, man fühlte sich so 'groß', nachdem man von der Grundschule runter war. Innerhalb der Klasse war es auch jetzt noch eher unkompliziert. Nur war dies dann schon die Zeit, in der Freundschaften wechselten, ständig irgendwelche Freundschaften gekündigt wurden, weil andere Leute, die man nicht schon von der Grundschule kannte, interessanter waren... Im Nachhinein aber nichts wirklich Schlimmes, das kennen wohl die meisten sehr gut. Weniger 'schön' fand ich dann generell eher die 7. bis 10. Klasse, da fand ich die Leute in der Klasse größtenteils auch nicht mehr so toll, zudem empfand ich Unterricht auch nicht mehr als angenehm.

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  2. Oh Gott, das hört sich ja nach einer ganz schönen Tortur an. :D Also in meinen ersten sechs Jahren der Schule passierte nicht so viel wie bei dir.
    Ich bin so froh, dass es bei uns an der Schule nicht solche Strafen gibt, wie nachsitzen oder eine Woche an einer anderen Schule (diese Art der Bestrafung habe ich noch nie gehört).

    Liebe Grüße Pierre

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    1. Auf dem Lande hat es viele kleine Schulen. Deshalb war das Versetzen für eine Woche schnell organisiert

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  3. Oh Gott, das hört sich ja nach einer ganz schönen Tortur an. :D Also in meinen ersten sechs Jahren der Schule passierte nicht so viel wie bei dir.
    Ich bin so froh, dass es bei uns an der Schule nicht solche Strafen gibt, wie nachsitzen oder eine Woche an einer anderen Schule (diese Art der Bestrafung habe ich noch nie gehört).

    Liebe Grüße Pierre

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  4. Das waren auf keinen Fall eine einfache Zeit. Mensch, so ein Hin & Her die ganzen 6 Jahre. Sowas hätte ich sicherlich nicht ausgehalten.
    Meine Grundschulzeit war ganz normal, ohne große Vorkommnisse. Und die 5. & 6.Klasse auf der Mittelschule war auch völlig normal. Bin da auch echt froh, wenn ich das im Gegenzug zu deiner Zeit höre.

    Liebe Grüße Prisca

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